Die Höllenwoche ist ein Teil des Eignungstest beim Kommando Spezialkräfte inder die Anwärter systematisch an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden. Die Dauerbelastung und der Schlafanzug gepaart mit verschiedenen Aufgaben die die Soldaten lösen müssen sind die härteste Ausbildung die die Bundeswehr „im Petto“ hat. Laut einem ehemaligen Major des KSK schließt sich nach einem 160-Kilometer-Marsch eine Verhörsimulation an, bei der der Bewerber in einem Bunker über acht Stunden lang vernommen wird. Dabei kommen Methoden zum Einsatz, wie „grelles Licht, laute Rockmusik, Augenbinde, Eiseskälte, Wasser, das aus Eimern über den Kopf geschüttet wird“. Diese Maßnahmen sind allerdings im Einzelnen vom Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages genehmigt. Die Übung zum Umgang mit einer Gefangennahme und Verhörsituation ist in Teilen vergleichbar mit dem SERE-Training der Special Operations Forces (SOF) der US-Streitkräfte.

Das harte Auswahlverfahren soll ungeeignete Bewerber im Vorfeld aussortieren, um später die Quate an Abbrechern bei der kostenintensiven Ausbildung zum Kommandosoldaten zu reduzieren. Spätere Ausfälle sind daher meist verletzungsbedingt.

Bis zu acht Kilo verlieren die Soldaten während der „Höllenwoche“ an Körpergewicht. Erfolgreiche Absolventen von Block 2 sind für die anschließende Basisausbildung qualifiziert, bei Nichtbestehen erfolgt die Rückversetzung in die entsendende Einheit (Stammeinheit).

Einblick in die Höllenwoche beim KSK Auswahlverfahren